Sitzung: 29.09.2021 Ausschuss für Jugend und Sport
Beschluss: einstimmig beschlossen
„Die vorgestellte Konzeptplanung für die Gestaltung des
Zitadellenvorplatzes mit einer Skateanlage, Parkourfläche sowie einem
Street-Basketballfeld wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Für die
Detailplanung ist eine weitere Jugendbeteiligung durchzuführen. Zudem sind
Gespräche mit dem Betreiber der Eisarena zu führen. Die Detailplanung sowie die
Kostenberechnung sollen Mitte 2022 dem Ausschuss für Jugend und Sport erneut
vorgestellt werden. Im Haushalt 2022 sind entsprechende Planungskosten zu
veranschlagen.“
Hierzu lag den Ausschussmitgliedern die
Beschlussvorlage 2021/0278 vor.
Der
Ausschussvorsitzende Herr Höffmann leitete hierzu ein, dass der Antrag der CDU
für die Errichtung eines Sportgartens und die Erneuerung der Skateanlage
bereits eine lange Geschichte habe und er sich daher persönlich freue, dass nun
an der Umsetzung gearbeitet werde.
Anschließend
stellte Herr Naschold des Planungsbüros DSGN Concepts aus Münster umfangreich
anhand einer Präsentation (Anlage zu TOP
5) die Jugendbeteiligung sowie die bisherige Konzeptplanung vor. Zur
Grundlagenermittlung wurde zunächst eine Videokonferenz mit verschiedenen
Nutzern aus den Bereichen Skateboarding, Basketball und Parcours durchgeführt.
Das derzeitige Konzept sehe zwei getrennte Skatebereiche vor. Zum einen den mit
urbanen Objekten ausgestatteten Street-Bereich und den eher wellenförmig
angelegten Flow-Bereich. Diese Trennung ermögliche auch das gleichzeitige
Fahren durch Skater und Skooter. Aufgrund der jährlich auf dem Gelände
aufgebauten Eisarena seien die Elemente im Street-Bereich abbaubar. Bei dem
Basketballfeld handele es sich um einen Streetball-Platz mit nur einem Korb.
Der Platz sei durch die Tieferlegung jedoch auch multifunktional durch Skater
nutzbar.
Auch
die Aufenthaltsqualität sei bei der Planung berücksichtigt worden, da dies ein
vielfacher Wunsch in der ersten Jugendbeteiligung gewesen sei. Der
Zitadellenvorplatz solle zu einem Ort der Bewegung aber auch der Begegnung
werden. Auch die Inklusion werde bei dem Projekt bedacht. So sei die ganze
Anlage barrierefrei zugänglich und auch für Rollstuhlsport geeignet. Angestrebt
werde das Inklusionssiegel „Reisen für Alle“ für die Gruppen „Sehbehinderte“
und „Rollstuhlfahrer“. Auch die Gestaltung des historischen Platzes werde mit
aufgenommen.
Zur
weiteren Detailplanung solle eine größer angelegte online Beteiligung
durchgeführt werden. Hierzu habe das Planungsbüro eine online Plattform
entwickelt, auf der einerseits ein auf das Projekt zugeschnittener
Fragenkatalog zur Verfügung stehe und andererseits auf einer interaktiven Karte
direkte Anregungen zur Gestaltung hinterlegt werden können. Mit der online
Beteiligung habe er bereits gute Erfahrungen gemacht. In der Vergangenheit
haben mehr als 100 Personen an den Umfragen zu den einzelnen Projekten
teilgenommen. Dies sei bei Präsenzveranstaltungen undenkbar.
Die
Kosten für das Projekt liegen nach derzeitigen Kostenschätzungen bei 410.000,-
€ für die Skatanlage sowie 420.000,- € für das Streetbasketballfeld und die
Parcour-Anlage. Gegebenenfalls können Fördergelder generiert werden.
Die
Ausschussmitglieder richteten ihren Dank an Herrn Naschold für die Präsentation
und die Ausarbeitung des Konzeptes. Seitens der SPD-Fraktion wurde angefragt,
ob auch andere Sportarten, wie z.B. Bouldern noch integriert werden könnten.
Herr Naschold erwiderte diesbezüglich, dass nach oben keine Grenzen gesetzt
seien, natürlich aber auch der historische Charakter bewahrt werden müsse.
Durch Anregungen aus der Jugendbeteiligungen seien auch noch Änderungen in der
späteren Detailplanung möglich.
Bezüglich
der aufkommenden Fragen der Beachtung des Denkmalschutzes führte Frau Scharf
aus, dass eine denkmalrechtliche Genehmigung vorliegen müsse und auch eine
archäologische Begleitung notwendig sei. Dies solle jedoch erst beantragt
werden, wenn für das Projekt im allgemeinen ein politischer Beschluss vorliege.
Sie wies darauf hin, dass bereits im Vorfeld u.a. das neue Beleuchtungskonzept
der Zitadelle berücksichtigt worden sei.
Die
Ausschussmitglieder waren mehrheitlich der Auffassung, dass zur weiteren
Detailplanung und Kostenberechnung des Konzepts eine Jugendbeteiligung
durchgeführt und weitere Gespräche geführt werden sollen. Das Ergebnis solle
anschließend dem Ausschuss erneut vorgestellt werden.
Der
Ausschussvorsitzende ließ über die nachfolgende Beschlussempfehlung abstimmen.
Der
Ausschuss für Jugend und Sport schlägt dem Verwaltungsausschuss folgende
Beschlussfassung vor:
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Abstimmungsergebnis: |
einstimmig |
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