Beschluss: einstimmig beschlossen

„Die vorgestellte Konzeptplanung für die Gestaltung des Zitadellenvorplatzes mit einer Skateanlage, Parkourfläche sowie einem Street-Basketballfeld wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Für die Detailplanung ist eine weitere Jugendbeteiligung durchzuführen. Zudem sind Gespräche mit dem Betreiber der Eisarena zu führen. Die Detailplanung sowie die Kostenberechnung sollen Mitte 2022 dem Ausschuss für Jugend und Sport erneut vorgestellt werden. Im Haushalt 2022 sind entsprechende Planungskosten zu veranschlagen.“


Hierzu lag den Ausschussmitgliedern die Beschlussvorlage 2021/0278 vor.

Der Ausschussvorsitzende Herr Höffmann leitete hierzu ein, dass der Antrag der CDU für die Errichtung eines Sportgartens und die Erneuerung der Skateanlage bereits eine lange Geschichte habe und er sich daher persönlich freue, dass nun an der Umsetzung gearbeitet werde. 

Anschließend stellte Herr Naschold des Planungsbüros DSGN Concepts aus Münster umfangreich anhand einer Präsentation (Anlage zu TOP 5) die Jugendbeteiligung sowie die bisherige Konzeptplanung vor. Zur Grundlagenermittlung wurde zunächst eine Videokonferenz mit verschiedenen Nutzern aus den Bereichen Skateboarding, Basketball und Parcours durchgeführt. Das derzeitige Konzept sehe zwei getrennte Skatebereiche vor. Zum einen den mit urbanen Objekten ausgestatteten Street-Bereich und den eher wellenförmig angelegten Flow-Bereich. Diese Trennung ermögliche auch das gleichzeitige Fahren durch Skater und Skooter. Aufgrund der jährlich auf dem Gelände aufgebauten Eisarena seien die Elemente im Street-Bereich abbaubar. Bei dem Basketballfeld handele es sich um einen Streetball-Platz mit nur einem Korb. Der Platz sei durch die Tieferlegung jedoch auch multifunktional durch Skater nutzbar.

Auch die Aufenthaltsqualität sei bei der Planung berücksichtigt worden, da dies ein vielfacher Wunsch in der ersten Jugendbeteiligung gewesen sei. Der Zitadellenvorplatz solle zu einem Ort der Bewegung aber auch der Begegnung werden. Auch die Inklusion werde bei dem Projekt bedacht. So sei die ganze Anlage barrierefrei zugänglich und auch für Rollstuhlsport geeignet. Angestrebt werde das Inklusionssiegel „Reisen für Alle“ für die Gruppen „Sehbehinderte“ und „Rollstuhlfahrer“. Auch die Gestaltung des historischen Platzes werde mit aufgenommen.

Zur weiteren Detailplanung solle eine größer angelegte online Beteiligung durchgeführt werden. Hierzu habe das Planungsbüro eine online Plattform entwickelt, auf der einerseits ein auf das Projekt zugeschnittener Fragenkatalog zur Verfügung stehe und andererseits auf einer interaktiven Karte direkte Anregungen zur Gestaltung hinterlegt werden können. Mit der online Beteiligung habe er bereits gute Erfahrungen gemacht. In der Vergangenheit haben mehr als 100 Personen an den Umfragen zu den einzelnen Projekten teilgenommen. Dies sei bei Präsenzveranstaltungen undenkbar.  

Die Kosten für das Projekt liegen nach derzeitigen Kostenschätzungen bei 410.000,- € für die Skatanlage sowie 420.000,- € für das Streetbasketballfeld und die Parcour-Anlage. Gegebenenfalls können Fördergelder generiert werden.

Die Ausschussmitglieder richteten ihren Dank an Herrn Naschold für die Präsentation und die Ausarbeitung des Konzeptes. Seitens der SPD-Fraktion wurde angefragt, ob auch andere Sportarten, wie z.B. Bouldern noch integriert werden könnten. Herr Naschold erwiderte diesbezüglich, dass nach oben keine Grenzen gesetzt seien, natürlich aber auch der historische Charakter bewahrt werden müsse. Durch Anregungen aus der Jugendbeteiligungen seien auch noch Änderungen in der späteren Detailplanung möglich.

Bezüglich der aufkommenden Fragen der Beachtung des Denkmalschutzes führte Frau Scharf aus, dass eine denkmalrechtliche Genehmigung vorliegen müsse und auch eine archäologische Begleitung notwendig sei. Dies solle jedoch erst beantragt werden, wenn für das Projekt im allgemeinen ein politischer Beschluss vorliege. Sie wies darauf hin, dass bereits im Vorfeld u.a. das neue Beleuchtungskonzept der Zitadelle berücksichtigt worden sei. 

Die Ausschussmitglieder waren mehrheitlich der Auffassung, dass zur weiteren Detailplanung und Kostenberechnung des Konzepts eine Jugendbeteiligung durchgeführt und weitere Gespräche geführt werden sollen. Das Ergebnis solle anschließend dem Ausschuss erneut vorgestellt werden.

Der Ausschussvorsitzende ließ über die nachfolgende Beschlussempfehlung abstimmen.

Der Ausschuss für Jugend und Sport schlägt dem Verwaltungsausschuss folgende Beschlussfassung vor:


Abstimmungsergebnis:

einstimmig

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