Der Ausschussvorsitzende erteilt das Wort an Herrn Thomann. Dieser stellt den Antrag der Fraktion kurz vor. Herr Kunz erläutert daraufhin den Umsetzungsstand des im März 2022 aufgestellten Klimaschutzkonzeptes. Von den umfangreichen 41 Maßnahmen habe der Fördergeber, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, zehn Maßnahmen aus der Förderung genommen, um das Konzept zu verschlanken. Hierbei handele es sich um Maßnahmen der Klimaanpassung, die im Vergleich zu den anderen Maßnahmen nur wenig CO2 einsparen und aus diesem Grund aus der Förderung fallen. Nichtsdestotrotz werden die Maßnahmen weiterhin von der Stadt Vechta verfolgt und umgesetzt. Herr Kunz stellt fest, dass bereits seit März 2022 – also in der Hälfte der Zeit, denn bis November 2025 könne das Konzept umgesetzt werden – über 65 % der Maßnahmen umgesetzt wurden oder sich in Umsetzung befinden.

 

Im Anschluss an die Präsentation wird sich nach dem derzeitigen Stand der Maßnahmen zum innerstädtisches Grünkonzept und zur Anpassung von Stadtbäumen an den Klimawandel durch Baumgruben erkundigt. Herr Kunz antwortet, dass das innerstädtische Grünkonzept in einer ersten Fassung vorliege und der Status Quo Zustand der Stadtbäume noch erfasst werden müsse. Die Idee, Stadtbäume an der Großen Straße zu pflanzen, bestehe weiterhin. Fachbereichsleiterin Scharf ergänzt, dass Themen wie die Pflanzung klimaresilienter Bäume bereits beim Bauhof präsent seien. Bürgermeister Kater weist im Blick auf die Schwierigkeiten bei den Bäumen in der Ravensberger Straße darauf hin, dass die Pflanzung von Stadtbäumen an der Großen Straße ebenfalls schwierig werden könne.

 

Die Fraktion Wir für Vechta verweist auf die Nachbargemeinde Bakum, die einen deutlich höheren Autarkiegrad im Bereich der erneuerbaren Energien aufweise. Hier hinkt die Stadt Vechta ihrer Meinung nach. Herr Kunz hebt hervor, dass es durchaus positive Entwicklungen beim Ausbau erneuerbarer Energien gebe, wie an den Ausbauquoten von PV—Anlagen zu sehen sei. Bürgermeister Kater erklärt diesen Umstand dadurch, dass Bakum eine kleinere Gemeinde mit mehr Biogasanlagen sei, in der es auch mehr Möglichkeiten für Windkraftanlagen gebe.

 

Des Weiteren wird auf die Energieverbräuche im Sektor Wirtschaft und auf potentielle Einsparpotentiale verwiesen. Hier erklärt Herr Kunz, dass die Möglichkeit zur Einflussnahme auf das Wirtschaften der lokalen Unternehmen seitens der Verwaltung sehr begrenzt sei. Bürgermeister Kater verweist ergänzend auf die EU-Taxonomie für Unternehmen, eine Verordnung der EU-Kommission, die verbindliche Standards für nachhaltiges Wirtschaften festlege.